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Alles Zauberei

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Seit 2008 findet jedes Jahr an einem Sonntag im Herbst das Familienkonzert für alle Grund-und Förderschulen in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr statt. Seitdem gehören die Vorbereitung und Teilnahme an diesen Konzerten zum festen Bestandteil unseres Schullebens. Waren es in den letzten Jahren jeweils zwei Vorstellungen, so fanden in diesem Jahr sogar drei Konzerte statt. Die Reihe der Familienkonzerte ist inzwischen so erfolgreich, dass in diesem Jahr die 15:00 - Vorstellung, die für die  Besucher der Hölterschule  reserviert war, schon bald ausverkauft war, und einige  Kinder mit ihren Familien auf die 13:00 - Vorstellung ausweichen mussten.

 

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Unter dem Programmtitel Alles Zauberei wurde in diesem Jahr Der Zauberlehrling von Paul Dukas aufgeführt. Schon in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien fingen die Vorbereitungen für das Konzertereignis an. Die Kinder sammelten verschiedene Zaubersprüche und zeigten sich gegenseitig kleine Zaubertricks.  Sie lernten die Ballade von Johann Wolfgang von Goethe Der Zauberlehrling kennen und bald  schon konnte man überall im Schulgebäude den Zauberspruch  „Walle walle manche Strecke…“ hören. Von den vier musikalischen Themen (Wasser, Besen, Lehrling und Zauberspruch) gefiel den Kindern am besten die Melodie des Besens, zu der sie sich gerne wie ein „verzauberter Besen“  durch die Aula bewegten.

Eine besondere Herausforderung hatten die beiden Klassen 3d und 4d zu bewältigen: sie sollten auf der Bühne mitmachen, die Klasse 3d mit einem Geister- und einem Besentanz und die Klasse 4d mit einem Rap.

In vielen Proben und unter der Leitung der Tänzerin Frau Pensco entstand allmählich die Choreographie für die Geister und für die Besen. Je vertrauter die Kinder mit der Musik von Paul Dukas wurden, umso leichter fiel es ihnen, sich die verschiedenen Schrittfolgen und deren Einsätze zu merken.

Eine ganz andere Aufgabe hatte die Klasse 4d zu bewältigen: sie musste nicht nur die Ballade auswendig lernen, sondern sie auch in einem sehr schnellen Tempo zur Karaoke-Version  der Musik-Gruppe Junge Dichter und Denker sprechen und singen. Dazu bewegten sich einige Schülerinnen und Schüler der Klasse nach gemeinsam erarbeiteter Choreographie. Alle fieberten der Aufführung entgegen.

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Am Sonntag war es dann soweit. Mit großer Spannung trafen sich die Akteure eine Stunde vor Konzertbeginn in der Stadthalle, um einmal auf der großen Bühne zu proben. Außerdem mussten die „Geister“ noch geschminkt werden. Auf ein bestimmtes Zauberwort des Zauberlehrlings huschten sie dann bei der Aufführung auf die Bühne und tanzten ihren Geistertanz, so gut wie nie zuvor in den Proben. Die „Besen“  merkten schnell, dass die Stadthallenbühne viel größer ist als die Aula, und sie viel längere Wege marschieren und tanzen mussten. Aber sie meisterten die neue Schwierigkeit mit Bravour.

Auch die Kinder der Klasse 4d gaben ihr Bestes: sie sprachen, sangen und tanzten den Zauberlehrlings-Rap zum Vergnügen des ganzen Publikums und ernteten großen Applaus. Die vielen Mühen und Proben hatten sich gelohnt!

Aber nicht nur für die aktiven Kinder auf der Bühne war das Familienkonzert ein Gewinn. Alle Kinder konnten bei der Vorführung die Melodien, Texte und Bilder, die zuvor im Unterricht bearbeitet worden waren, wiedererkennen und dabei ein „richtiges“ Orchester hören und sehen. Besonderen Spaß hatten die Kinder natürlich an dem szenischen Spiel der Katze, der zwei kleinen Mäuse und des Zauberlehrlings. Einige haben gar nicht Frau Dr. Schwanse in der Gestalt der Katze wiedererkannt, die, gut verkleidet, spielerisch durch das Konzert führte und so manchen kleinen Gag einbaute.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es wieder eine gelungene Veranstaltung war, in der die Kinder und sicherlich auch manch Erwachsener ein Stück Musik auf sehr unterhaltende Art kennengelernt haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Konzert im nächsten Jahr!

U. Servatius