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Nach dem großen Erfolg und der positiven Resonanz des „Don Quichotte“ im letzten Jahr stand diesmal Smetanas „Moldau“ auf dem Programm.

Am Sonntag, dem 19.10.08 fand das  Familienkonzert zum ersten Mal in Mülheim statt.In der Vorstellung um 13 Uhr füllten Schüler der Hölterschule und deren Familien den großen Konzertsaal der Stadthalle fast bis auf den letzten Platz.

8 Wochen lang bereitete sich die ganze Schule auf das Konzertereignis mit dem Motto „Eine abenteuerliche Flussfahrt“ vor, an dem Schüler/Innen aus drei Klassen auf der Bühne mitwirken durften.

Das Familienkonzert 2009 hat die "Musikalischen Kinderpiele" (Jeux d'enfants) von G. Bizet zum Thema.


So tönte Smetanas Moldau fast täglich durch das Schulgebäude , dazu wurde gemalt , getanzt, gesungen und gespielt und so manches „Abenteuer“ sinnlich  miterlebt. In etlichen Sonderproben fieberten besonders  die Aktiven dem Ereignis entgegen .Wie oft schmerzten die Fingerkuppen der kleinen Harfenisten aus der Klasse 4a, wenn sie ihren Kinderharfen abermals noch schneller und exakter die Moldaumelodie entlockten, welche sie im Konzertsaal auf der Bühne zunächst allein und dann mit dem Orchester mitspielen sollten! Die Schüler meisterten diese Aufgabe beim Konzert meisterhaft und die große Anspannung in Ihren Gesichtern löste sich beim Applaus. Stolz und erleichtert folgten sie den interessanten Ausführungen und amüsanten Episoden , mit deren Hilfe die Moderatorin Frau Dr. Schwanse den Kindern Smetanas Musik nahe brachte.
Besonders lustig und beeindruckend war für die Kinder der Versuch des kleinen Paddlers Julius, in voller Montur und mit echtem Boot auf der Moldau zu paddeln.
Zur Musik der Bauernhochzeit tanzten dann Kinder der Klasse 2a mit großem Vergnügen eine lustige Polka. Alle Zuschauer konnten gleichzeitig die Darbietungen auf der Bühne als Film in Großformat auf eine  Leinwand projiziert verfolgen. Während der Konzertvorbereitung schon  zählte der Tanz der Polka in interschiedlichen Schwierigkeitsstufen zu den beliebtesten Aktionen im Unterricht.
Zu den märchenhaften Klängen von Mondschein und Nymphenreigen verwandelten sich Schüler/Innen der 4b in zauberhafte Blüten und Nymphen. Eine Blüte nach der anderen entfaltete sich langsam, indem die Kinder sich zu entsprechenden Tönen langsam aufrichteten und ein farbiges Tuch aus Ihren Händen quellen ließen. Sodann tanzten  Nymphen in einer gemeinsam entwickelten Choreographie um die Blumen herum. Sie ließen dabei bunte Marionetten anmutig durch die Luft schweben.
Schließlich folgte die Moldau als ganzes Werk vom Orchester gespielt. Während die kleinen Zuschauer gebannt lauschten oder begeistert die Polka mitklatschten konnten sie ihre selbst gemalten Bilder zur abenteuerlichen Flussfahrt auf der Leinwand betrachten.
Abschließend lässt sich feststellen: Es war für alle Beteiligten ein wundervolles Projekt mit krönendem Abschluss, für das sich der große Einsatz lohnte. Sicherlich hören die meisten Kinder nun Smetanas Moldau mit ganz anderen Ohren! Klassik in der Grundschule? Aber ja, mit Begeisterung!
                                
A. Jaax